Auftaktveranstaltung von Sozialpartner-Werkstatt für Innovation und Nachhaltigkeit

„Aktuelle Entwicklungen in der Umweltpolitik: Öffentlichkeitsbeteiligung und Transparenz“

Am 22. Juni fand die Auftaktveranstaltung von So.WIN (Sozialpartner-Werkstatt für Innovation und Nachhaltigkeit) statt. Die gemeinsame Plattform für Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter beschäftigte sich dabei mit den aktuellen Entwicklungen in der Umweltpolitik und welche Bedeutung die erweiterte Öffentlichkeitsbeteiligung und der Wunsch nach Transparenz für die Genehmigungsprozesse bei Industrieanlagen haben.

Kathrin Becker

v. l. n. r. Ralf Winterfeldt, stellv. Betriebsratsvorsitzender der Aurubis AG, Gerald Proß, Gewerkschaftssekretär, Frau Verena A. Wolf, VCI Landesverband Nord und Andreas Brinkmann, DOW Anlagengesellschaft mbH
23.06.2017
Artikel bewerten
Danke für die Bewertung
Ihre bereits abgegebene Bewertung wurde aktualisiert.

Die chemische Industrie ist der größte Innovationsmotor der deutschen Industrie. Damit dies auch so bleibt, riefen die Partner der Nachhaltigkeits- initiative Chemie³ die Sozialpartner-Werkstatt So.WIN ins Leben. Dort sollen aktuelle Themen im offenen Dialog diskutiert und ein für die chemische Industrie zukunftsfähiger Weg gestaltet werden, beschrieb Ralf Becker, IG BCE Landesbezirksleiter Nord, die Aufgaben der gemeinsamen Plattform von BAVC, VCI und IG BCE.

Die Hauptthemen waren der Genehmigungsprozess von Industrieanlagen und die Beteiligung der Öffentlichkeit. Denn gerade bei Großprojekten erhöht die frühe Einbindung aller Beteiligten die Akzeptanz gegenüber den Vorhaben, erklärte Andreas Brinkmann von der DOW Anlagengesellschaft mbH in Hamburg. Leider sind die Gesetze für Genehmigungsprozesse immer unkonkreter geworden und stellen die Unternehmen und Behörden vor große Schwierigkeiten. Denn die Präzisierung  der Aufgaben findet meist erst in der Praxis statt und führt dadurch zu großen Unsicherheiten bei der Planung und Durchführung, so Dr. Matthias Mentzel vom VCI Landesverband Nord.

In der Diskussion stellte sich heraus, dass die Prozesse bei Investitionen und auch bei der Durchführung am effektivsten sind, wenn eine zielgerichtete Kommunikation stattfindet und die Unternehmensführung gemeinsam mit dem Betriebsrat auf allen Ebenen zusammenarbeiten, so Ralf Winterfeldt, stellv. Betriebsratsvorsitzender der Aurubis AG mit Sitz in Hamburg.

Dr. Jochen Wilkens, Geschäftsführer des AGV ChemieNord, stellte zum Abschluss nochmals die zentrale Relevanz der Genehmigungsverfahren für die Zukunftsfähigkeit der chemischen Industrie heraus und gab einen Ausblick auf die weiteren geplanten So.WIN-Veranstaltungen für den gemeinsamen Erfahrungsaustausch.

Nach oben