Erster Arbeitstag Landesbezirksfrauenausschuss NORD am 3. Februar 2017

Der neue Landesbezirksfrauenausschuss hat viel vor!

Nach den Bezirksfrauenkonferenzen, die im Zeitraum September bis November 2016 stattgefunden haben und im Anschluss daran ihre Vertreterinnen in den Landesbezirksfrauenausschuss (LBFA) NORD benannt haben, traf sich dieser zu seiner ersten Sitzung. Renate Hold-Yilmaz von Aurubis, die wieder einstimmig als neue Vorsitzende gewählt wurde betonte, dass der LBFA auch in der neuen Legislaturperiode wieder Impulsgeber sein wird, um die bezirklichen Frauengremien zu motivieren und zu unterstützen.

Dieter Schmidt

 Der amtierende Landesbezirksfrauenausschuss NORD
04.02.2017
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„Wir werden Themen ansprechen und ausarbeiten, um die Frauenarbeit der IGBCE zukunftsorientiert zu gestalten. Gerade das Thema Industrie 4.0 brennt auf den Nägeln und darf nicht vernachlässigt werden“.

Marion Hackenthal, Sekretärin der Abt. Frauen/Gleichstellung, nahm sich diesem Thema an und zeigte die Chancen und die Auswirkungen des digitalen Wandels auf. Oberste Priorität muss die Bereitschaft der ständigen Weiterbildung und Qualifizierung sein. Wir müssen unsere Arbeitsplätze zukunftssicher machen. „Wir müssen mitgestalten. Wir dürfen den Unternehmern das Feld nicht einfach alleine überlassen“, so Linda  Schwarzer von ContiTech MGW.

Auch die Gleichstellung von Männern und Frauen in der gesellschaftlichen und beruflichen Entwicklung war Thema der Sitzung. Entgeltgleichheit, mehr Rechte für Teilzeitbeschäftigte, sowie Zurückdrängung von prekären Arbeitsverhältnissen sind Antragsinhalte, die die bezirklichen Frauengremien in die kommenden Bezirksdelegiertenkonferenzen einbringen werden. Aber es geht auch um Teilzeit- und Leiharbeit, Demografie und Rente und die angestrebte Frauenquote von 30 Prozent. Darum wollen sich die Frauen im Landesbezirk NORD unter anderem in den kommenden Jahren kümmern und ihre Anliegen dabei auch in die Politik einbringen.

Die LBFA Mitglieder sehen in der IGBCE Charta die Gleichstellung von Frauen und Männern als Grundrecht, das als Voraussetzung für Gerechtigkeit, Fairness und Toleranz in unserer Gesellschaft unerlässlich ist. Wir werden unseren Willen, unsere Kompetenzen dazu nutzen, um alle Möglichkeiten zur Schaffung von mehr Gleichstellung in unserem Verantwortungsbereich voll auszuschöpfen.
Das gemeinsame Ziel ist eine Gesellschaft, in der Frauen und Männer die gleichen Verwirklichungs- und Teilhabechancen haben. Dazu führen wir eine breite Diskussion auf allen Ebenen und mit allen Partnerinnen und Partnern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verbänden. Wir setzen in unserem Verantwortungsbereich konkrete Maßnahmen um, die die Chancengleichheit fördern, und wir entwickeln notwendige Instrumente für unterschiedliche Handlungsfelder, wie zum Beispiel eine Existenzsichernde Arbeit, lebensphasenorientierte Arbeitszeiten, gleiche berufliche Entwicklungschancen, gleiches Entgelt für Frauen und Männer, mehr Frauen in Führungspositionen sowie Netzwerke für Frauen. Die Zeit ist reif für Gleichstellung! Wir setzen uns dafür ein und werden in den Betrieben dafür werben, dass Unternehmensleitungen die CHARTA DER GLEICHSTELLUNG umsetzen und unterzeichnen.

Unter der Fragestellung „Betriebsrätin – wär das was für mich?“ wird der LBFA Frauen aus dem Landesbezirk Nord am 28. Oktober 2017 in Walsrode über Rechte, Pflichten und persönliche Herausforderungen bei der Mitbestimmung im Betrieb informieren.
„Wir wollen Frauen ermutigen, als Kandidatinnen zur Betriebsratswahl 2018 anzutreten. Wir wollen mitbestimmen und deshalb müssen wir als Kandidatinnen antreten. Wir müssen uns nicht klein machen sondern selbstbewusst auftreten“, so Sabine Kleinhans von Toyoda Gosei Meteor GmbH. „Das bedeutet Einsatz und Arbeit, manchmal aber auch Mut um seine Rechte durchzusetzen“.

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