Vassiliadis will Kultur der Zukunft entwickeln

IG BCE will Rahmen für Innovationen in Industrie

Hamburg. Zum Schaffen innovationsfreundlicher Rahmenbedingungen in der Bundespolitik hat der Vorsitzende der Industriegewerkschaft Bergbau Chemie Energie (IG BCE), Michael Vassiliadis, aufgerufen. „Das wäre eine Orientierung auf die Zukunft, nicht das Herum-Regulieren im Kanzleramt“, sagte er beim Neujahrs- empfang des IG BCE Landesbezirks Nord am 20. Januar in Hamburg. Zu den Stärken des Landes und zur Stabilität in Europa gehörten Mitbestimmung und Verantwortung in den industriellen Beziehungen: „Das ist der Ausgangspunkt für eine Kultur der Zukunft“. Für das „Mammut-Projekt Digitalisierung“ brauche es Sicherheit für Investitionen.

Cordula Kropke

MV Michael Vassiliadis bei seiner Rede auf dem Neujahrsempfang
17.01.2018
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Für den bevorstehenden Parteitag der SPD forderte der Gewerkschafter, selbst SPD-Mitglied, seine Parteigenossen zur Abstimmung für eine Große Koalition auf. Mit der Festschreibung des Rentenniveaus von 48 Prozent bis 2025 und der Wiederherstellung der Parität in der Krankenversicherung habe die SPD beim Sondieren wesentliche Anliegen der Arbeitnehmer durchgesetzt.
Besondere Anerkennung zollten die etwa 700 Gewerkschaftsmitglieder aus dem Norden ihren Kollegen aus dem Steinkohlebergbau in Ibbenbüren, wo eines der letzten Bergwerke Ende 2018 geschlossen wird. „Das ist ein schmerzhafter Einschnitt und eine falsche Entscheidung“, sagte der Leiter des IG BCE Landesbezirks Nord, Ralf Becker, „denn wir verbrauchen ja weiterhin Steinkohle.“ Wenn es nun auch noch an die Braunkohle gehe, stelle sich die Frage, ob die Energie für Versorgungslücken aus der Kernenergie anderer Länder kommen solle.
Der Arbeitsdirektor des Bergwerks Anthrazit Ibbenbüren, Jörg Buhren-Ortmann, dankte der Gewerkschaft für die Zusammenarbeit beim sozialverträglichen Abbau der Arbeitsplätze: „Keiner ist ins Bergfreie gefallen“. Dieser Grundsatz, so Ralf Becker, solle auch für andere Bereiche gelten.

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