Runder Tisch für Arbeitsmarktfragen

Mehr Auszubildende 2018 von Chemieunternehmen übernommen

Hannover. Arbeitgeber legten beim „Runden Tisch für Arbeitsmarktfragen“ positive Ergebnisse vor

43 Prozent der Auszubildenden in der norddeutschen Chemieindustrie sind in diesem Jahr unbefristet von ihren Unternehmen übernommen worden. Damit hat sich der Anteil nicht befristeter Übernahmen gegenüber den Vorjahren deutlich erhöht. Bisher lag der Prozentsatz zwischen 23 und 28 Prozent. Insgesamt haben 93 Prozent der 668 Ausgelernten einen Arbeitsplatz bekommen; 212 nach einer Ausbildung und 54 zum Abschluss eines dualen Studiums. 74 sind freiwillig ausgeschieden, 46 nicht übernommen worden. Diese Zahlen hat der Arbeitgeberverband Chemie Nord am 15. November beim „Runden Tisch für Arbeitsmarktfragen“ in Hannover mit Vertretern des IG-BCE-Landesbezirks Nord und Betriebsräten geteilt.

Eine 93-prozentige Übernahme sei sehr gut, lobte der IG-BCE-Landesbezirksleiter Ralf Becker dieses Ergebnis. Besonders positiv bewertete er die Erhöhung der nicht befristeten Vertragsabschlüsse. „Unser Ziel aber bleibt, dass das zur Normalität wird, so wie wir es im Tarifvertrag vereinbart haben“, betonte Becker. “ Dazu müssten mehr als die Hälfte der Ausgebildeten ohne Frist eingestellt werden.“

Arbeitgeber- wie Arbeitnehmerseite erwarteten, dass sich die Quote allein durch die Situation auf dem Arbeitsmarkt weiter steigern wird. Von insgesamt 1017 angebotenen Plätzen sind in diesem Jahr 955 besetzt worden. Trotz erfolgreicher Werbekampagnen und gezieltem Ansprechen von Schulabgängern bleibe es ein Problem, genügend junge Menschen für die Ausbildung zu gewinnen, berichtete der Geschäftsführer und Pressesprecher des Arbeitgeberverbands Chemie Nord, Alexander Warstat. Geholfen hat nach den Erfahrungen von Betriebsräten die Erhöhung der Ausbildungsvergütung beim jüngsten Tarifabschluss; sie mache die Ausbildung in der Chemieindustrie attraktiver.

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