Sozialer Dialog fordert:

Das Thema „Heimische Rohstoffe“ muss in Schule und Bildung stärker verankert werden.

Zum zweiten Mal fand am 6. November 2018 der Soziale Dialog in Hannover statt. Die Teilnehmer des Sozialen Dialogs Niedersachsen bearbeiteten in ihrer 2. Sitzung einen gemeinsamen Forderungskatalog, der an das Kultusministerium adressiert werden soll. Darin wird der gemeinsame Wunsch geäußert, das Thema „Heimische Rohstoffe und dessen Bedeutung für die Allgemeinheit in die Lehrpläne sämtlicher Bildungsebenen aufzunehmen.

Klaus Huber

Die Teilnehmer des 2. Sozialen Dialogs Niedersachsen: (v.l.n.r.) Michael Eggersmann, Birgit Knopfe, Jeannette Kurtgill, Philip Foth, Johannes Grabbe, Dietlind Micus, Sandra Bränzel, Maik Hamann, Peter Schuld, Andreas Goedecke, Peter Graf von Spee, Ferdinand Wesling, Christian Grolig

Ziel der Forderungen:

1. Vermittlung von Wissen über die Vorteile heimischer Rohstoffgewinnung auf sämtlichen Bildungsebenen
2. Informationen über die Bedeutung der heimischen Rohstoffindustrie als potentieller Arbeitgeber an Schüler, Studierende und Auszubildende

Dazu soll eine Informationsbroschüre erstellt werden, in der die Bedeutung der Rohstoffwirtschaft und heimischer Rohstoffe dargestellt wird. Außerdem sollen regelmäßig Besichtigung von Schulklassen und Exkursionen in den Betrieben der Rohstoffindustrie stattfinden. Der Landesbezirk Nord unterstützt die Branche, für junge Menschen attraktiver zu werden. Die Arbeitgeber beklagen einen hohen Fachkräftebedarf. Die IG BCE ist der Ansicht, dass es eine einheitliche tarifliche Anbindung bedarf mit vergleichbaren Löhnen der Unternehmen sowie eine gute Work-Life-Balance um attraktiv für junge Menschen zu sein.


Der Soziale Dialog ist ein Zusammenschluss aus Unternehmensvertretern der Rohstoffindustrie, der Gewerkschaften IG BCE, IG BAU und des DGB sowie des NABU Landesverbandes und des Verbandes der Bau- und Rohstoffindustrie e.V. (vero). Die Gruppe befasst sich regelmäßig mit Themen der Bau- und Rohstoffindustrie. vero betreibt seit 2011 regelmäßig den Sozialen Dialog in Nordrhein-Westfalen (NRW)

Entstanden ist das Format des Sozialen Dialogs durch eine geplante Rohstoffabgabe (der sogenannte Kies-Euro), die seinerzeit von der Landesregierung eingeführt werden sollte. vero konnte die Einführung im Schulterschluss mit den Gewerkschaften und Umweltverbänden erfolgreich verhindern.

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