„Integration von Geflüchteten in die Berufswelt“

Sozialpartnerveranstaltung

Wenn Unternehmen sich entschließen, Geflüchteten eine Berufs- und damit Zukunftsperspektive zu geben, ist das eine Aufgabe, die Geduld erfordert. Darüber waren sich die Teilnehmer des Fachworkshops, den die Sozialpartner der chemischen Industrie am 21. Juni durchgeführt haben einig. Deutlich wurde auch, dass die neuen ausländischen Mitarbeiter den Fachkräftemangel zwar mildern, jedoch keine Lösung darstellen.

Gerald Proß

„Integration von Geflüchteten in die Berufswelt“
22.06.2017
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3/5 der in Deutschland lebenden Geflüchteten sind zwar jünger als 35 Jahre. Jedoch ist die Qualifikation bei 62 % von ihnen eher auf dem Niveau von Helfertätigkeiten angesiedelt. Sprache und kulturelle Unterschiede sind bei der Integration die größten Herausforderungen. Gleichwohl ist die Eingliederung in betriebliche Abläufe möglich und wird von der Bundesagentur für Arbeit durch Förderprogramme unterstützt, so Achim Otte von der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen. Unternehmen die sich der Aufgabe widmen, brauchen einen langen Atem und das Zutun von allen Mitarbeitern, Führungskräften und Betriebsräten, das haben alle Referenten herausgestellt. Darüber hinaus sind Netzwerke erforderlich, die betriebliche und regionale Akteure zusammen bringen. Wenn dies gelingt sind die jungen Leute ein Gewinn für die Belegschaft, die neue Sichtweisen mitbringen. Das gemeinsame Ziel muss sein, den Menschen eine Hoffnung auf Zukunft zu geben, so Werner zu Jeddeloh, Gründungsvorstandsmitglied von pro: connect e.V., der in der Region Oldenburg Perspektiven für Geflüchtete eröffnet.

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